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2019-07-14

Wende dein Gesicht der Sonne zu……

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Nun verbreitet sie wieder großzügig Licht und Wärme. Du fühlst Lebendigkeit und Lebensfreude. Schließe die Augen und spüre die Sonne auf deinem Gesicht!  Vor einigen Wochen waren wir der Wärme schon überdrüssig. Die Sonne sengte über das Land, sorgte für Kreislaufprobleme,  Endzeitstimmung und Sehnsucht  nach kühlen Plätzen. Sonne wärmt, bringt Wachstum hervor oder vernichtet.
 
In vielen Sprachen ausgenommen dem Deutschen ist die Sonne männlich während der Mond weiblich ist. Solare Eigenschaften gelten als “äußerlich, hell und überschwänglich” im Gegensatz zu “innerlich, still, reflektierend”, den lunaren Eigenschaften. Gemäß dem Dualismus gehört der Himmel Gott, die materielle Welt darunter gehört Satan. Die Sonne scheint jedoch sowohl oben als auch unten und wie in einem Bibelzitat geht sie auf über den Gerechten und den Ungerechten.
 
Mit Aurora, der Göttin der Morgenröte, kann man am besten zu Tagesanbruch in Verbindung treten. Wer die Energie der ersten Sonnenstrahlen des erwachenden Tages kennt, weiß um ihren Reiz. Die ersten zarten Pflanzen neuer Ideen, die noch nicht das grelle Sonnenlicht vertragen, können von Aurora mit ihren sanften Strahlen beschienen werden.
 
Die alten Ägypter sahen in der Sonne den Gott Re. Seine häufigste Erscheinungsform ist der falkenköpfige Gott, der auf seinem Kopf eine riesige Sonnenscheibe trägt. Diese repräsentiert zum einen die Sonne am Tageshimmel,  zum anderen wird die Sonnenscheibe auch als Auge des Gottes Re verstanden. Gott Re sieht, wärmt, durchlichtet die Welt und indem er es tut, ermöglicht er das Leben in seinen vielfältigen Formen. Er wird im Zusammenhang mit dem Sonnenzyklus morgens als Kind, mittags als Erwachsener und abends als alter Mann dargestellt.
 
Nach dem Glauben der Ägypter fuhr der Sonnengott Re tagsüber mit einer Sonnenbarke über den Himmelsbogen und durchquerte nachts auf einer Nachtmeerfahrt das Wasser der Unterwelt. Für C.G. Jung hatte das Bild des Sonnengottes in seiner Barke starke Symbolkraft. Mit dem Untergehen der Sonne durchfährt dieser des Nachts die Welt des Unbewussten und taucht bei Sonnenaufgang aus dieser Welt des Dunklen, Mystischen wieder auf. Der Archetypus der Nachtmeerfahrt findet sich in vielen Kulturkreisen und Mythen wieder.
 
Das Kind auf der Karte „die Sonne” symbolisiert Unbekümmertheit. Du sollst dich einfach am Leben erfreuen und es ohne Sorgen genießen. Das innere Glück liegt in der Einfachheit,  obwohl die Karte Wohlstand mit einschließt. Wenn du nun so unbändige Lebensfreude empfindest, dann fällt es dir auch leicht, zu verzeihen und dich mit deinen Mitmenschen zu versöhnen. Auch dafür steht die Karte. „Die Sonne” verspricht Genesung und steht grundsätzlich für Vitalität und gute Gesundheit.  „Die Sonne” symbolisiert außerdem Klarheit. Sie bringt  Verstecktes ans Licht, wenn eine Wahrheit verschwiegen wird. Denn: „Die Sonne bringt es an den Tag”.
 
Karte „die Sonne” von Tatjana Potemkin, Tarotsalon Hamburg  

Admin - 16:19:34 @ Allgemein

 
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